MANDEL QUARTET

MANDEL QUARTET 2015

Founded in 1981 the Mandel Quartet was established to perform rarely heard gems from the 16th-17th centuries in unique and unexpected instrumental ensembles. In the subsequent three decades the consistently popular quartet has participated in the world’s leading festivals, with over 2000 concerts from Brazil to Mexico, the USA to Europe, and on to Israel and Russia. Their music appears on 30 CDs and they have been heard by tens of millions in high-profile radio and TV broadcasts. The Ensemble’s founder and leader, Robert Mandel, started as organologist and restorer of instruments interested in the revival of some of the more unusual instruments in the Renaissance instrumentarium. The vielle, (Drehleier, zanfona, ghironda or tekerőlant) one of the most provocative instruments in the history of music, began its career as one of the most important church instruments. Traveling minstrels then took it up because it served well to accompany songs. In the eighteenth century the French aristocracy discovered it and converted it into a status symbol, but after 1789 it fell from grace and its courtly players were scattered across eastern Europe where they ended up performing with local folk musicians. Their descendants still played regularly in Vienna through the end of nineteenth century and traveled regularly to neighboring countries. The instrument’s history took yet another turn in the latter half of the twentieth century when it was discovered by young musicians seeking to save remnants of the musical past. These musicians (Robert Mandel among the first of them) saved the vielle from oblivion and popularized this wonderful instrument in their concerts. Today the vielle is played by tens of thousands of individuals and, thanks to Robert Mandel and others, the vielle is now a frequent guest at festivals, workshops, and other musical programs around the world.

Reestablished in 2012 with new members, the Mandel Quartet works with internationally renowned artists. The ensemble’s repertoire and performances center on the sound of the vielle, played by Robert Mandel, giving the quartet a fundamentally different character from the world’s other early music ensembles. Its programs frequently feature relatively unknown selections from collections of Central European courtly Renaissance music.

The current concert programmes:

“AN DEME SPRINGERWEGE”
Dances from the collections of Tylman Susato, Pierre Phalese, Pierre Attaingnant and Claude Gervaise.

“THE GEMS OF CENTRAL EUROPEAN RENAISSANCE MUSIC”
Music from the Caioni, Vietoris and Leutschauer Books of Tablatures, Songs by Bálint Balassi, “hajdú” songs and dances.

“MUSIC FROM THE COURT OF KING MATTHIAS”
Music of Jacques Barbireau, Pietro Bono, Johannes de Stokem and Johannes Tinctoris.

Das Ensemble von Robert Mandel für Alte Musik, das Mandel Quartett wurde ursprünglich 1981 gegründet. Die damaligen Mitglieder hatten sich zum Ziel gesetzt, die seltener gespielten Juwelen der Renaissance- und Barockmusik in einer ungewohnten, besonderen instrumentalen Zusammensetzung zum Erklingen zu bringen. Das drei Jahrzehnte durchweg populäre Quartett spielte bei den bedeutendsten Festivals auf der ganzen Welt, es gab mehr als 2.000 Konzerte von Brasilien bis Mexiko, in den USA und allen europäischen Ländern, ja auch in Israel und Russland. Zu hören sind die Interpretationen auf etwa 30 CDs, die Rundfunk- und Fernsehauftritte konnten Millionen von Menschen hören und sehen.
Der Gründer und Leiter des Ensembles, Robert Mandel, wollte als Organologe und Instrumentenrestaurator vor allem die zum Teil bereits vergessenen Instrumente des Mittelalters und der Renaissance wiederentdecken, darunter auch die Drehleier, die vielleicht über die widersprüchlichste Geschichte in der Musikgeschichte verfügt. Die Drehleier (vielle, Radleier, zanfona, ghironda, hurdy-gurdy) begann ihre Karriere als das wichtigste kirchliche Instrument des europäischen Mittelalters, wurde dann durch die Orgel verdrängt und zum beliebten Instrument der damaligen Tanzmusik. Auch bei den Spielleuten erfreute sie sich großer Beliebtheit, denn die Drehleier eignete sich gut zur Begleitung ihrer Lieder. Die französische Aristokratie entdeckte das Instrument, das später auch als Statussymbol galt, dann im 18. Jahrhundert für sich. Nach der Französischen Revolution flohen die höfischen Drehleierspieler in die östlichen Länder Europas, wo sie meist mit einheimischen Volksmusikern zusammen Musik machten. Ihre Nachfahren spielten Ende des 19. Jahrhunderts regelmäßig in Wien, ja traten auch in den umliegenden Ländern häufig auf. Eine Wandlung erfolgte in der Geschichte des Instruments zum Ende des 20. Jahrhunderts, als junge Musiker – unter ihnen auch Robert Mandel – dieses wundervolle Instrument davor bewahren wollten, in Vergessenheit zu geraten, und es mit ihren Konzerten wieder populär machten. Heute spielen wieder Zehntausende auf der Drehleier, und sie ist, was unter anderem auch Robert Mandel zu verdanken ist, auf Festivals, bei Workshops und anderen musikalischen Events rund um die Welt häufig zu Gast.
In das Ensemble wurden 2012 neue Mitglieder aufgenommen. Im Mittelpunkt des Repertoires des Ensembles und seines Programms der ganz besonderen Art steht in erster Linie die Drehleier, das Instrument von Robert Mandel, womit sich die Musik des Ensembles grundlegend von anderen internationalen Orchestern, die Alte Musik spielen, unterscheidet. Die Musikstücke stammen in erster Linie aus weniger bekannten Sammlungen mitteleuropäischer Renaissancehöfe, doch nimmt das Ensemble gelegentlich auch an Experimenten zeitgenössischer Musik sowie an Theater- und Filmprojekten teil.

Die Programme:

“AN DEME SPRINGERWEGE”
Tänze aus den Sammlungen von Susato, Gervaise, Attaingnant und Phalese

“JUWELEN DER RENAISSANCEMUSIK MITTELEUROPAS”
Tanzsätze und Melodien aus dem Leutschauer Tabulaturenbuch, dem Codex Kájoni und dem Codex Vietoris.

“MUSIK AM HOFE VON KÖNIG MATTHIAS”
Musik von Jacques Barbireau, Pietro Bono, Johannes de Stokem und Johannes Tinctoris.